Leben nach einer Krebsdiagnose


„Glück ist kein Dauerzustand!
Aber jeder kann aktiv besondere Momente sammeln.“

Bayreuth -  Rund 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Krebs. (1) Noch kann nicht jeder Krebspatient dauerhaft geheilt werden. Mit Verbesserungen bei Vorbeugung, Früherkennung und Behandlungsmethoden sind allerdings die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung gestiegen – und somit auch die Heilungs- und Überlebenschancen von Betroffenen: Starben vor 1980 noch mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an ihrer Erkrankung, werden heute mehr als die Hälfte dauerhaft ge-heilt. (2) Aktionstage wie der Weltkrebstag am 4. Februar sollen ein größeres Bewusstsein für die Thema-tik schaffen, informieren und Betroffenen sowie Angehörigen Mut machen. Ausgerufen wurde der Ak-tionstag erstmalig 2006 von der Welt-Krebsorganisation „Union internationale contre le cancer“ (UICC).

In der Öffentlichkeit werden Krebserkrankungen häufig negativer wahrgenommen als andere ernste Erkran-kungen – oft lösen sie Angst und Unsicherheit aus. Die Stigmatisierung der Erkrankung erleben Betroffene in Form von Zurückweisung oder Berührungsängsten, sei es im Alltag, am Arbeitsplatz oder im Freundes- und Familienkreis. Dabei ist es für viele Betroffene ermutigend, über die eigene Krebserkrankung zu sprechen, sich mit anderen Patienten auszutauschen, ihr Umfeld aufzuklären und dadurch Halbwissen vorzubeugen.

Diagnose Krebs: Mit der
psychischen Belastung umgehen

Die Diagnose Krebs ist für die meisten Patienten zunächst ein Schock, auf den sie mit Angst reagieren – denn Krebs wird als eine existenzielle Bedrohung erlebt. So erging es auch Ursula Thomé, als man 2016 bei ihr einen endokrinen Tumor in der Bauch-region entdeckte. Auch heute, mehr als fünf Jahre später, bekommt die 66-Jährige eine Gänsehaut, wenn sie nur daran denkt: „Ich war fassungslos,
aber gleichzeitig auch erleichtert, weil ich nach monatelanger Ärzte-Odyssee und mehreren Klinikaufenthalten endlich eine Diagnose hatte – und operiert sowie gezielt therapiert werden konnte. Mit meiner Familie hatte ich das Leben immer intensiv genossen, wir sind viel gereist, zum Beispiel eine Zeit lang als Musiker mit den Kindern durch Europa. Deshalb stand für mich nach der Operation schnell fest: ,Ich werde kämpfen und gesund werden, um wieder Kraft zu bekommen
und mein Leben selbst gestalten zu können!‘“

.

Niemand muss mit seinen Ängsten und Sorgen allein sein – Patienten mit chronischen Erkran-kungen oder einer Krebsdiagnose finden Un-terstützung, Aufmunterung und Trost bei An-gehörigen, Freunden oder auch Selbsthilfegrup-pen. Für Ursula Thomé war es befreiend, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und sich Rat zu holen, zum Beispiel bei Caroline Sprott, Mode-Bloggerin und Lipödem-Patientin (hier rechts im Bild). Bild: © www.medi.de)

.

Lymphödem:
Die Krankheit nach dem Krebs

Es folgten drei Operationen, wochenlange Klinik-aufenthalte und täglich aufmunternde Briefe und regelmäßige Besuche von ihrem Ehemann. Nach-dem die Ärzte bei Ursula Thomé alle Lymphknoten in der Leiste, im Bauchraum sowie das gesamte Bauchnetz (das Netzwerk von Lymphkanälen im Bauchraum) entfernt hatten, kam der nächste Tiefschlag: Es entwickelten sich Lymphödeme an Bauch, Leiste und Oberschenkeln. „Welche Unter-stützung jeder Patient benötigt, ist natürlich indi-viduell verschieden – mir haben der Halt aus der Familie und die Gespräche mit Freunden während 

Ursula Thomé. Bild: © www.medi.de

.

dieser schweren Zeit sehr geholfen“, so Ursula  Thomé. „Nicht nur ich befand mich in einem Ge-fühlschaos, auch sie waren verunsichert. Es ist des-halb wichtig, gegenseitig Verständnis zu zeigen, über Sorgen und Ängste zu sprechen – um sich Rückhalt zu geben und Gefühle besser einordnen
zu können.“

Das Netzwerk erweitern und
in Kontakt mit anderen Betroffenen kommen

Die Lymphödeme, die sich in den Monaten nach den Operationen entwickelt hatten, waren anfangs eine erhebliche Belastung für Ursula Thomé. Zwar kehr-te sie nach zwölf Wochen zurück an ihren Arbeits-platz, doch die Lymphödeme machten eine Weiter-beschäftigung unmöglich. Innerhalb eines Jahres erhielt sie die Feststellung einer dauerhaften Schwerbehinderung und die Frührente. Nach der Operation lehnt die Krankenkasse die nötige Kom-pressionsversorgung zunächst ab. „Zwar wurde ich nach den Eingriffen gut über die Diagnose ,Lymph-ödem‘ aufgeklärt, aber ich hatte keinerlei Vorstel-lung, was auf mich zukommt“, erzählt Ursula Thomé. „Ich habe viel recherchiert, gelesen und den Kontakt zu anderen Betroffenen gesucht. Dabei bin ich auch auf das Instagram-Profil ,Power Sprotte‘ von Lipö-dem-Patientin Caroline Sprott gestoßen und habe erfahren, dass ein Widerspruch gegen die Entschei-dung der Krankenkasse möglich ist. Genau deshalb sind der Austausch und die Vernetzung in der Com-

.

Ursula Thomé genießt ihr Leben: Sie spielt Bass
in zwei Rockbands, gibt Aerobic-Stunden und Nachhilfe in Latein, ist ehrenamtlich in der Altenpflege tätig und fährt Motorrad. Hier im
Bild ist sie links zu sehen mit Lipödem-Patientin Carina Schmalenber
g. Bild: © www.medi.de

Ursula Thomé hat ihre Lebensfreude nach ihrer Krebserkrankung und anschließender Diagnose Lymphödem wiedergefunden: „Die Kompression lindert meine Schmerzen. Meinen Alltag oder Sport könnte ich ohne sie nicht meistern. Auch
bei Konzerten mit meiner Band unterstützen
mich die Strümpfe – die auffälligen Fashion-Elemente sind mein Markenzeichen und machen mir immer gute Laune.“
Bild: © www.medi.de


munity so wichtig! Um von den Erfahrungen ande-rer zu profitieren und Wissen zu teilen, das sich jeder Neuling erst mühsam zusammensuchen müsste.“

Individualisierbare Strümpfe
für seelisches Wohlbefinden

Seitdem trägt Ursula Thomé flachgestrickte medizi-nische Kompressionsversorgung: „Als erste Versor-gung habe ich schwarze Oberschenkelstrümpfe und eine Radlerhose von medi erhalten.“ Gelegentlich hat die 66-Jährige noch Schmerzen in den Beinen, doch es geht ihr inzwischen viel besser – auch men-tal. Sie ist begeistert von der Kompression und ermutigt andere Betroffene, sich dem Thema zu öffnen. „Die Kompression hilft sehr und ist durch die Farbvielfalt, Muster und Kristall-Motive ein schickes Modeaccessoire. Daneben helfen mir manuelle Lymphdrainage, eine Ernährung ohne Fleisch, Zuc-ker und Alkohol sowie regelmäßiger Sport, um Schmerzen und Schwellungen zu minimieren und mit der Erkrankung gut leben zu können“, erklärt Ursula Thomé. „Meine Erfahrungen der letzten Jahre haben mich darin bestärkt, dass Glück kein Dauerzustand ist und man besondere Momente aktiv sammeln muss.“

Quellen:
Krebs - Startseite Zentrum für Krebsregisterdaten (krebsdaten.de) (Letzter Zugriff: 14.01.2023)
Krebsrate und Krebs-Sterberate in Deutschland (krebsinformationsdienst.de) (Letzter Zugriff: 14.01.2023)

Surftipps:

www.medi.biz/style 
www.medi.de/digitale-anwendungen/muster-farb-finder/ 
www.medi.de/diagnose-therapie/lymphoedem/er
fahrungen/thome/
  www.medi.de/arzt/therapietipps/lipoedemtherapie-lymphoedemtherapie/ 
www.medi.de/diagnose-therapie/lymphoedem/ 
www.medi.de/produkte/highlights/vielfalt-oedem
therapie/
 
www.medi.de/fachhandel 

Zweckbestimmung:
mediven® 550 Arm: Flachgestrickter medizinischer Kompressionsstrumpf zur Kompression der oberen Extremitäten, hauptsächlich bei der Behandlung von Erkrankungen des Venen- oder Lymphgefäßsystems.
mediven® 550 Bein: Flachgestrickter medizinischer Kompressionsstrumpf zur Kompression der unteren Extremitäten, hauptsächlich bei der Behandlung von Erkrankungen des Lymphgefäßsystems.

.

medi – ich fühl mich besser.

Das Unternehmen medi leistet einen maßgeblichen Beitrag, dass Menschen sich besser fühlen. Das Ziel ist es, Anwendern und Patienten maximale Therapieerfolge im medizinischen Bereich (medi Medical) und darüber hinaus ein einzigartiges Körpergefühl im Sport- und Fashion-Segment (CEP und ITEM m6) zu ermöglichen. Die Leistungspalette von medi Medical umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophy-laxestrümpfe, Kompressionsbekleidung, orthopädische Einlagen und digitale Gesundheitslösungen. Zudem fließt die langjährige Erfahrung im Bereich der Kompres-sionstechnologie auch in die Entwicklung von Sport- und Fashion-Produkten mit ein. Der Grundstein für das international erfolgreiche Unternehmen wurde 1951 in Bayreuth gelegt. Heute gilt medi als einer der führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel und liefert mit einem Netzwerk aus Distributoren sowie eigenen Nie-derlassungen in über 90 Länder der Welt. www.medi.de , www.item-m6.com , www.cepsports.com