Battolyser Systems


Battolyser Systems baut 1-Gigawatt-Kraftwerk in Rotterdam

Die weltweit erste große Battolyser-Fabrik wird im Rotterdamer Hafen gebaut, um die steigende Nachfrage nach grünem Wasserstoff und Stromspeicherung zu decken.

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Amberg (prnews24|wro) - „Diese Partnerschaft wird die erste in-dustrielle Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in den Nie-derlanden entwickeln“, sagte   Mattijs Slee, CEO von Battoly-ser Systems. „Mit unserem Offshore-Windpotenzial, der starken Infrastruktur und der Schwerindustrie von Weltrang können die Niederlande jetzt ein nachhaltiges und belastbares Energiesystem entwickeln.“

Arial-Foto vom M4H-Gebiet | Foto: Johan Gundlach – Flying Holland

Die erste Battolyser-Fabrik mit einer jährlichen Pro-duktionskapazität von 1 GW wird sich in dem MH4 Industriegebiet im Herzen Rotterdams befinden. Die Kosten für den Bau des 14,000 m2 großen Produk-tionsgeländes mit Büros und Laboren belaufen sich auf schätzungsweise 100 Millionen Euro. Bei vollem Betrieb wird die Battolyser Fabrik etwa 700 Arbeits-plätze generieren, mit bis zu viermal so vielen wei-teren Stellen bei Partnern in der Lieferkette.

„Rotterdam positioniert sich als Europas Wasserstoff-Drehscheibe und begrüßt neue nachhaltige Indu-strien, die dazu beitragen, den in Rotterdam statt-findenden Wandel zu realisieren. Wir brauchen Unternehmen wie Battolyser Systems und wir sind überzeugt davon, dass der Hafen der perfekte Standort für die erste große Fabrik des Unterneh-mens ist“, erklärte Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam.

Deutschland und die Niederlande sind heute die beiden größten Wasserstoffverbraucher in Europa. Beide haben gigantische Pläne für grünen Wasser-stoff, der im Rotterdamer Hafen selbst verbraucht wird oder diesen passiert.

„In diesem industriellen Ökosystem soll die Batto-lyser-Fabrik zu einem Ausgangspunkt für eine neue Gruppe von Unternehmen werden, die sich dazu verpflichten, eine nachhaltige Lieferkette für den Anlagenbau zu schaffen“, erläuterte Castelein. „Im Hafen angesiedelte Unternehmen arbeiten bereits aktiv an Projekten im Zusammenhang mit der Pro-duktion, dem Import, dem Transport, der Lagerung und der Nutzung von grünem Wasserstoff. Mit dieser Fabrik ergänzen wir das Portfolio um die Herstellung von Anlagen für grünen Wasserstoff. Dies ist von großem Wert für die laufenden Bemühungen des Hafens um die Dekarbonisierung und die Förderung nachhaltiger Industrien für die Zukunft.“

Die Fabrik wird sowohl den Hauptsitz als auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Batto-lyser Systems beherbergen und soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eröffnet werden. Die defini-tive Investitionsentscheidung ist für folgendes Jahr geplant und erfordert private und öffentliche Inve-stitionen, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

Konzeptentwurf Battolyser Systems Factory |
Quelle: Kraaijvanger Architects

Battolyser hat das erste integrierte Batterie-/Elektro-lyseursystem der Welt entwickelt und stellt dieses auch her. Ein Battolyser ist in der Lage, Wasserstoff aus Sonnen- und Windenergie zu erzeugen, wenn die Strompreise niedrig sind, und Elektrizität ins Netz einzuspeisen, wenn die Preise hoch sind. Das System ist äußerst flexibel, effizient und robust. Es kann Netzüberlastungen reduzieren, den Ausbau von Solar- und Windenergie erleichtern und den preis-wertesten grünen Wasserstoff erzeugen. Die Battoly-ser-Technologie kann in großem Maßstab eingesetzt werden und nutzt reichlich vorhandene und konflikt-freie aktive Materialien: Nickel und Eisen. Erfunden hat die Technologie Prof. Dr. Fokko Mulder zusammen mit seinem Forschungsteam an der Technischen Uni-versität Delft in den Niederlanden.

„Diese Partnerschaft mit dem Rotterdamer Hafen zur gemeinsamen Entwicklung unserer ersten großen Produktionsanlage ist ein bedeutender Fortschritt für unsere Vermarktungsstrategie. Diese Fabrik ermö-licht es uns, Battolyser in industriellem Maßstab und zu erschwinglichen Preisen zu liefern. Wir führen zurzeit konstruktive Gespräche mit der nieder-ländischen Regierung und den EU-Institutionen
und sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam die erforderliche Finanzierung sicherstellen können“, sagte Slee.

 

„Eine Netto-Null-Welt wird zwischen 5.000 und 10.000 GW an installierter Elektrolyseur-Kapazität benötigen. Die Lieferkette für Elektrolyseure bedeu-tet für die Niederlande eine große Chance, neue nachhaltige Industrien zu entwickeln, die unseren Bedarf für die Energiewende decken und der Welt Exportprodukte anbieten können.“

Hafenbetrieb Rotterdam

Ziel des Hafenbetriebs Rotterdam ist die Verbesse-rung der Konkurrenzfähigkeit des Rotterdamer Ha-fens als logistische Drehscheibe und auch als Indu-striekomplex von Weltklasse – nicht nur was den Umfang, sondern auch was die Qualität betrifft. Der Hafenbetrieb ist Vorreiter beim Übergang zur Nut-zung nachhaltiger Energie und setzt auf Digitalisie-rung um den Hafen und die Handelsströme noch effizienter und zukunftssicher zu machen. Die Kern-aufgaben des Hafenbetriebs Rotterdam sind nach-haltige Entwicklung, Verwaltung und das Betreiben des Hafens sowie die Gewährleistung schneller und sicherer Betriebsabläufe der Schifffahrt.

Fakten und Zahlen des Hafenbetriebs Rotterdam und des Rotterdamer Hafens:

  • Hafenbetrieb: 1.270 Arbeitnehmer, Umsatz circa 772,7 Millionen Euro.
  • Hafengebiet: 12.500 ha (Land & Wasser, von denen circa 6.000 ha Gewerbegebiet). Die Länge des Hafengebiets beträgt mehr als 40 km.
  • Beschäftigungsvolumen: 174.057 Arbeitsplätze
  • Güterumschlag: circa 470 Millionen Tonnen Güter pro Jahr.
  • Schifffahrt: circa 30.000 Hochseeschiffe und 100.000 Binnenschiffe pro Jahr.
  • Wertschöpfung: (direkt und indirekt) 63 Mrd. €, 8,2% des BIP des niederländischen BIP.

Weitere Informationen unter:
www.portofrotterdam.com